Feuerwehr und Rettungsdienst


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Stadtfeuerwehrverband
Chemnitz e.V.

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Deutschland

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Bewerbungsschluss: 15.12.2017

Ehrung von Feuerwehr-Angehörigen für verdienstvolle Tätigkeit

Bernd Uhlig empfängt das Ehrenkreuz für 50 Jahre treue
Dienste in der Freiwilligen Feuerwehr. Im Bild:
Bernd Marschner, Bernd Uhlig und Sven Schulze (v. l. n. r.)

Am Abend des 9. November 2017 fand im Stadtverordnetensaal des Chemnitzer Rathauses die traditionelle Ehrung von Angehörigen der Chemnitzer Feuerwehren für ihre verdienstvolle Tätigkeit statt.

Ob bei Bränden, Überflutungen oder Verkehrsunfällen – die Chemnitzer Feuerwehren sind täglich 24 Stunden einsatzbereit, an Wochenenden genauso wie an Feiertagen. Viele Kameraden der Freiwilligen Wehren stellen bereits jahrzehntelang ihre Freizeit in den Dienst der Sicherheit der Stadt. Aber auch Berufsfeuerwehrleute setzen sich zusätzlich zu ihrer Tätigkeit für die Belange des Feuerwehrwesens und für das Wohlergehen der Chemnitzer Bürger ein.

Dieses Engagement nimmt die Stadt Chemnitz jährlich im November zum Anlass, Angehörige der Berufsfeuerwehr und Kameraden der Freiwilligen Wehren zu würdigen.

In diesem Jahr nahm Bürgermeister Sven Schulze zusammen mit dem Leitenden Branddirektor der Stadt Bernd Marschner und dem Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes Chemnitz Heiner Großer insgesamt 19 Auszeichnungen für hervorragende Leistungen und langjährige Einsatzbereitschaft vor.

Wir gratulieren den nachfolgend genannten Kameradinnen und Kameraden und bedanken uns für ihre geleisteten Dienste:

Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold:
Brandamtmann Thomas Jacob, Berufsfeuerwehr

Feuerwehr-Ehrenzeichen als Steckkreuz Stufe 1:
Brandamtmann Uwe Dietrich, Berufsfeuerwehr

40 Jahre aktiver Dienst:
Hauptbrandmeister Mathias May, FF Grüna
Brandmeister Thomas Pöge, FF Kleinolbersdorf-Altenhain
Hauptlöschmeister Harald Päch, FF Wittgensdorf

25 Jahre aktiver Dienst:
Hauptlöschmeister Detlef Weißer, FF Einsiedel
Hauptlöschmeister Andreas Barthel, FF Erfenschlag
Hauptlöschmeister Markus Ahnert, FF Erfenschlag
Hauptfeuerwehrfrau Kerstin Börner, FF Erfenschlag
Oberfeuerwehrmann Michael Nothnagel, FF Glösa
Hauptlöschmeister Sylvio Roscher, FF Grüna
Zugführer Robert Hanke, 25. MTF-C Behandlungszug

50 Jahre treuer Dienst:
Hauptbrandmeister Bernd Uhlig, FF Stelzendorf

40 Jahre treuer Dienst:
Brandmeister Eberhard Feilke, FF Adelsberg
Oberfeuerwehrfrau Heidrun Rodig, FF Adelsberg
Hauptlöschmeisterin Ingrid Steiner, FF Adelsberg
Löschmeister Thomas Hänel, FF Glösa
Brandmeister Manfred Lorenz, FF Siegmar

25 Jahre treuer Dienst:
Oberfeuerwehrmann René Möbius, FF Grüna

Sven Hellmann, Stadtfeuerwehrverband Chemnitz e.V.

Erster Spatenstich für Feuerwehrtechnisches Zentrum Chemnitz

Bürgermeister Sven Schulze präsentiert die Vision des neuen Feuerwehrtechnischen Zentrums Chemnitz

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich wurde am 4. November 2017 auf dem Gelände neben der Feuerwache 3 mit einer zukünftigen Zufahrt von der Carl-von-Bach-Straße in Chemnitz der Grundstein für ein Feuerwehrtechnisches Zentrum der Stadt gelegt.

In Anwesenheit von Abgeordneten des Bundestages, des sächsischen Landtages und des Chemnitzer Stadtrates sowie Kameraden der Berufsfeuerwehr, der freiwilligen Feuerwehren und Vertretern der 25. Medizinischen Task Force Chemnitz eröffnete Sachsens Innenminister Markus Ulbig gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, Bürgermeister Sven Schulze, dem Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes Heiner Großer sowie Brandoberinspektorin Claudia Besser von der Berufsfeuerwehr Chemnitz offiziell die Baustelle für den voraussichtlich 6,25 Million Euro teuren Neubau.

Die Finanzierung des Bauvorhabens soll mit einem Eigenanteil der Stadt Chemnitz in Höhe von ca. 1,56 Millionen Euro sowie mit 4,69 Millionen Euro aus Fördermitteln der Sächsischen Aufbaubank (Programm „Brücken in die Zukunft“) realisiert werden. Innenminister Ulbig begründete das Engagement Sachsens mit den Worten: „Das Fundament eines leistungsfähigen und reibungslos funktionierenden Feuerwehrwesens sind bestens ausgebildete Einsatzkräfte. Deshalb legen wir im Freistaat größten Wert auf ihre Aus- und Fortbildung.“. Unmittelbar nach seiner Rede überreichte er der Chemnitzer Oberbürgermeisterin den entsprechenden Zuwendungsbescheid.

Wie Bürgermeister und Stadtkämmerer Sven Schulze in seiner Ansprache betonte, seien die Planungen zum Feuerwehrtechnischen Zentrum so intensiv wie bei keiner anderen städtischen Immobilie mit dem späteren Nutzer diskutiert und alle Für und Wider der Nutzerwünsche auf den Prüfstand gestellt worden. Vertreter von Verwaltung, freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehr hätten viele arbeitsintensive Stunden verbracht, um ein optimales Kosten-Nutzen-Konzept für dieses zukunftsorientierte Ausbildungs- und Trainingszentrum zu entwickeln.

In Aktion beim ersten Spatenstich für das FTZ Chemnitz:
Heiner Großer, Barbara Ludwig, Claudia Besser, Markus Ulbig und Sven Schulze (v. l. n. r.)

Entsprechend der Baubeschreibung des Chemnitzer Planungsbüros OBERMEYER ist für den Neubau ein 2-geschossiges Funktionsgebäude mit Schulungs-, Verwaltungs- und Sozialbereich vorgesehen. Im Erdgeschoss sind auf Straßenniveau eine Abstellhalle für Fahrzeuge der Wasserrettung und für Fahrzeuge aus dem Amt 37.5 sowie ein Lagerraum für Einsatzmittel geplant. In das Untergeschoss wird auf der Gebäuderückseite die Fahrzeughalle für den Katastrophenschutz integriert, welche 9 Stellflächen vorsieht, die auch eine Mehrfachaufstellung hintereinander zulassen. Dieser Bereich wird vom unteren Teil des Geländes erschlossen, welches von der Carl-von-Bach-Straße ausgehend ein 9 Meter starkes Gefälle aufweist. Außerdem sind im Gebäude Räumlichkeiten für die ehrenamtliche Arbeit des Stadtfeuerwehrverbandes und der Stadtjugendfeuerwehr vorgesehen.

Das Außengelände wird neben einem Areal für den Feuerwehrsport vor allem verschiedene Übungsflächen zur Ausbildung umfassen, so zum Beispiel einen Naturteich und ein Wasserbecken für Übungen zur Löschwasserentnahme. Dabei sollen Ansaughöhen bis 7,50 Meter simuliert werden können.

Die Übungsfläche „Wald“ wird für die Ausbildung im Sägen von senkrechten und geneigt stehenden Baumstämmen unterschiedlicher Durchmesser ausgerüstet, auf der Übungsfläche „Sand“ wird eine Tiefbauübungsanlage entstehen und auf der Übungsfläche „Trümmerstrecke“ sollen Einsatzszenarien bei Verschüttung nachgestellt werden können. Die Entwürfe zur Übungsfläche „Straßenbahn“ beinhalten einen geschwungenen Gleisabschnitt für Bergungsübungen und für die Übungsfläche „PKW“ einen öldichten Bereich für Fahrzeugbrand-Übungen. Daran angrenzend wird ein Areal für einen später geplanten 2. Bauabschnitt einer Übungshalle freigehalten.

Als besonderes Novum soll ein wettkampftauglicher, 3-geschossiger Übungsturm mit Anlaufstrecke und einem angeschlossenen Übungskeller für Nass- und Trockenübungen entstehen.

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des von Feuerwehrkameraden lange ersehnten Ausbildungszentrums wird für Ende des Jahres 2019 erwartet.

Sven Hellmann, Stadtfeuerwehrverband Chemnitz e.V.