Delegation des Stadtfeuerwehrverbandes Chemnitz zu Besuch in Nardt

Am 17. Mai 2018 besuchten Vorstandsmitglieder des Stadtfeuerwehrverbandes Chemnitz e.V. den zukünftigen Amtsleiter der Chemnitzer Feuerwehr René Krauß an seiner aktuellen Wirkungsstätte, der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Nardt bei Hoyerswerda.

Bei dem persönlichen Treffen ging es dem Stadtfeuerwehrverband vor allem um die Vorstellung des Verbandes und seiner bisher geleisteten Arbeit sowie um die Aspekte der zukünftigen Kooperation mit dem neuen Amtsleiter. Dabei wurden von beiden Seiten Hoffnungen und Wünsche geäußert, bei denen man schnell auf gemeinsame Nenner stieß.

Anschließend ließ es sich der Schulleiter und amtierende Landesbranddirektor Sachsens nicht nehmen, die kleine Chemnitzer Delegation persönlich durch das Gelände zu fahren und zu führen, um ein praxisnahes Bild von den vor Ort stattfindenden Lehrgängen und Ausbildungsinhalten zu vermitteln. Dies veranschaulichte er zum Beispiel im Brandhaus und an verschiedenen Stationen der technischen Hilfeleistung eindrucksvoll.

Übereinstimmend empfanden alle den Nachmittag in dieser modernen Einrichtung bei angenehmer Atmosphäre als äußerst interessant und freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit dem neuen Amtsleiter ab Oktober 2018 in Chemnitz.

(SH)

Geldspende von eins energie ermöglicht Anschaffung von „Rauchhäusern“

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Zweckverbandes „Gasversorgung in Südsachsen“ im Jahr 2017 unterstützte der kommunale Energiedienstleister eins energie in sachsen die sieben Feuerwehrverbände in der Region Südsachsen mit Geldspenden.

Der Stadtfeuerwehrverband Chemnitz e. V. erhielt innerhalb dieser Aktion am 26. Juli 2017 in der Feuerwache 1 einen Scheck über 5.000 Euro. Mit einer tollen Abseilaktion eines jungen Nachwuchsfeuerwehrmannes von der zweiten Etage des historischen Glockenturmes zum Spendenscheck in den Händen des Geschäftsführers von eins energie in Sachsen, Roland Warner, wurde die feierliche Übergabe symbolisiert.

Laut Heiner Großer, Vorstandsvorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes Chemnitz,  sollte die zur Verfügung gestellte Summe ausschließlich für die Jugendfeuerwehr sowie für Präventionsarbeit verwendet, um den positiven Trend bei der Entwicklung der Mitgliederzahlen in den 15 Jugendfeuerwehren der Stadt (2018: 58 Mädchen und 192 Jungen) sowie die qualitativ hochwertige Arbeit durch die ehrenamtlichen Betreuer fortsetzen zu können.

Auch über die konkrete Umsetzung war man sich schnell einig, denn schon lange bestand in der Chemnitzer Jugendfeuerwehr der Wunsch zur Anschaffung von sogenannten Rauchhäusern. Es wurde vorgesehen, diese nicht nur zu theoretischen Ausbildungszwecken innerhalb der Jugendfeuerwehr einsetzen, sondern auch für eine einprägsamere Brandschutzerziehung in Kitas und Grundschulen zu nutzen.


Ein Rauchhaus ist ein Nachbau eines Mehrfamilienhauses und erinnert im ersten Moment an ein Puppenhaus. Bei einem simulierten Brandausbruch (z. B. aufgrund einer abgedeckten Lampe im Schlafzimmer) wird demonstriert, wie sich der Rauch im Haus verteilt und wie sich Bewohner richtig verhalten sollten, wenn Rauch die Flucht ins Treppenhaus verhindert. Man kann mit eigenen Augen erleben, welche Folgen offene Türen und welche wichtige Funktion Rauchmelder haben.

Flexible Rauchgeneratoren sorgen dafür, dass in jedem Raum und sogar in mehreren Räumen gleichzeitig ein Brand inszeniert werden kann. Lüfter in jedem Türrahmen und zwischen jedem Stockwerk ermöglichen die realistische Verteilung des Brandrauches (Nachahmung auf Wasserbasis). Zusätzlich ist jedes Haus mit komplett eingerichteten Zimmern sowie Figuren ausgestattet - gerade das löst bei den Kindern aus Kindergarten und Grundschule viel Begeisterung aus.

Darüber hinaus kann man mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehren das taktische Vorgehen bei der Brandbekämpfung üben, da auch das Löschen mit Spritzen sowie eine Entrauchung des Gebäudes mittels Überdruckbelüftung gezeigt werden können.

Im November 2017 trafen die drei speziell von der Firma Burkhard Meyer (www.notrufkoffer.de) gefertigten Rauchhäuser mit jeweils 4 Etagen nach langer Wartezeit endlich bei Stadtjugendfeuerwehrwart Markus Georgi ein und wurden sofort innerhalb der Ausbildung der Jugendfeuerwehr ausgiebig getestet.

Untergebracht sind die Rauchhäuser in Transportkisten auf Rollen, so dass sie mobil einsetzbar sind. Bei Interesse an Vorführungen kann man sich jederzeit gern per E-Mail an den Stadtjugendfeuerwehrwart Markus Georgi (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) wenden.

(SH)