Eröffnung Ausbildungszentrum für Notfallsanitäter

Am 29. September 2018 eröffnete Bürgermeister Sven Schulze das neue Ausbildungszentrum für Notfallsanitäter in der Feuer- und Rettungswache II auf der Wilhelm-Weber-Straße in Chemnitz.

Das Berufsbild des Notfallsanitäters löste im Jahr 2014 die Ausbildung zum Rettungsassistenten als höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst ab, da sich die Anforderungen hinsichtlich Inhalten und Unterrichtsumfang wesentlich erhöht hatten. Zielstellung des neuen Ausbildungsprofils ist, dass der Notfallsanitäter auch ohne Notarzt den Patienten eigenverantwortlich versorgen kann.

In der Feuer- und Rettungswache II entstanden mit einem Etat von 80.000 Euro innerhalb von nur 6 Monaten Schulungsräume mit moderner technischer Ausstattung sowie medizinischen Schulungsmaterialien, um den praktischen Teil der 3-jährigen Ausbildung optimal durchführen zu können. Ein besonderes Highlight ist dabei der in Eigenregie angefertigte Übungsrettungswagen, in einer 1-zu-1-Nachbildung eines Chemnitzer Rettungswagens, der nahezu realistische Bedingungen zum Üben lebensrettender Sofortmaßnahmen nachstellt.

Die theoretischen Ausbildungsstunden werden von den Azubis am mediCampus, der Ausbildungsstätte für Gesundheitsfachberufe des Bildungsträgers F+U in Chemnitz, absolviert.

Am 1. September 2018 haben zunächst drei Auszubildende in der Stadtverwaltung ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter begonnen. Diese Anzahl soll mit jedem Ausbildungsjahr fortgeführt werden, um den demografisch bedingten, steigenden Bedarf an Notfallsanitätern in Chemnitz durch selbst ausgebildete Fachkräfte decken zu können.

 

Tag der offenen Tür in der Feuer- und Rettungswache II

Anlässlich des 20. Jubiläums des Neubaus der Feuer- und Rettungswache II lud die Feuerwehr Chemnitz am 29. September 2018 gleichzeitig zum Tag der offenen Tür ein.

Neben der Ausstellung von Einsatztechnik, Informationen rund um die Arbeit der Feuerwehr und Führungen durch das Gebäude, war es für die großen und kleinen Besucher besonders spannend, die Arbeit der Feuerwehrkameraden bei verschiedenen Einsatz-Vorführungen live zu erleben. Beim Löschen von simulierten Bränden durfte auch kräftig selbst mitangepackt werden. Verschiedene Bastel- und Geschicklichkeitsstationen sowie ein spezieller Übungsparcours der Jugendfeuerwehr Chemnitz ließen die Kinderherzen ebenso höher schlagen.

Für die Erwachsenen wurde es ab 14 Uhr besonders unterhaltsam bei der Lesung des Bestsellerautors und Notfallsanitäters Horst Heckendorn, der aus seinem Buch humorvoll und realistisch einen Blick hinter die Kulissen des Alltags eines Rettungssanitäters gab.

(SH)

Amtsleiter der Feuerwehr in den Ruhestand verabschiedet

Der Leitende Branddirektor Bernd Marschner wurde am 28. September 2018 nach 39 Dienstjahren, davon 21 Jahre als Amtsleiter der Chemnitzer Feuerwehr, offiziell mit einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet.

Den Staffelstab übernimmt ab 1. Oktober 2018 der 44-jährige René Kraus, der zuletzt als Leiter der sächsischen Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Elsterheide und gleichzeitig als Landesbranddirektor des Freistaates tätig war.

Der scheidende Amtsleiter konnte seinem Nachfolger nicht nur eine moderne leistungsfähige Feuerwehr übertragen, sondern auch die Verantwortung für eine hochmotivierte Truppe von insgesamt 352 Angehörigen der Berufsfeuerwehr, 358 ehrenamtlichen Kameraden im aktiven Dienst der 15 Freiwilligen Feuerwehren, 252 Mitgliedern in 15 Jugendfeuerwehren und 151 Helfern in zwei Katastrophenschutzeinheiten.

Der gebürtige Lausitzer Bernd Marschner startete seine berufliche Laufbahn in Chemnitz im Jahr 1994 als Abteilungsleiter Einsatz bei der Berufsfeuerwehr und übernahm 3 Jahre später die Position des Amtsleiters für das Amt 37 (Feuerwehr) der Stadtverwaltung.

Während seiner Amtszeit wirkte Herr Marschner maßgeblich an der Weiterführung der Verbeamtung der Feuerwehrkameraden sowie bei der Einführung sozialverträglicher Dienstsysteme für die Beschäftigten mit. Die unter seiner Leitung konzipierten Brandschutzbedarfspläne der Jahre 2009 und 2015 bildeten die Fundamente für die strategische Ausrichtung der Feuerwehr in den Bereichen Taktik, Technik und Personal. So wurde ein Fuhrparkkonzept erarbeitet und in dessen Umsetzung Löschzüge vervollständigt, Sonderfahrzeuge ausgebaut sowie moderne Löschfahrzeuge und Drehleitern angeschafft. Durch sein Engagement konnten die Kameraden mit moderner Schutzkleidung ausgestattet und die gesamte Atemschutztechnik erneuert werden. Außerdem wurde unter seiner Federführung die Integrierte Rettungsleitstelle mit einem Notruf-Verantwortungsbereich für über 1 Million Menschen ab dem Jahr 2017 erfolgreich in Betrieb genommen.

Auch Sanierungen und Bauvorhaben der Feuerwehr trieb Herr Marschner in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung kontinuierlich voran. Dabei fallen als besondere Meilenstein in seine Amtszeit die Sanierung der historischen Feuerwache 1 in der Schadestraße, der Neubau der Feuer- und Rettungswache 2 im Stadtteil Hilbersdorf (1998) sowie der Bau der Feuerwache 3 an der Jagdschänkenstraße (2001). Weiterhin kann Herr Marschner den Neubau von insgesamt 9 Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehren und den Baubeginn des Feuerwehrtechnischen Zentrums Chemnitz für Ausbildungszwecke auf seinem Konto verbuchen.

Als Anerkennung für das jahrelange hervorragende Wirken von Bernd Marschner innerhalb der Chemnitzer Feuerwehr sowie in verschiedenen sächsischen und bundesweiten Feuerwehrgremien hielt der Deutsche Feuerwehrverband zum Abschied eine besondere Überraschung für ihn bereit: die Verleihung des Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Gold als höchste Auszeichnung im Feuerwehrwesen.

Der Stadtfeuerwehrverband Chemnitz e. V. wünscht Herrn Marschner einen guten Start in den neuen Lebensabschnitt und dankt ihm für seine stets offene und äußerst engagierte Zusammenarbeit.

(SH)