Höhenrettungsdienst (HRD) der Berufsfeuerwehr Chemnitz

Unter dem Begriff „Höhenrettungsdienst“ werden Kräfte, Mittel und Methoden zur Rettung von Personen aus Gefahrensituationen, zur Mitwirkung bei Hilfeleistungseinsätzen und zur Gewährleistung der Brandbekämpfung mit Arbeitsweisen und Verfahren der Auf- und Abseiltechnik zusammengefasst. Einsatzgebiet ist dabei der Bereich, welcher mit regulären Mitteln der Feuerwehr nicht abgedeckt werden kann, z.Bsp. die Rettung von verunfallten Personen aus größeren Höhen (Krane, Strommasten) oder Tiefen (Silos, Baugruben, Steinbrüche).

Der Höhenrettungsdienst wurde bereits 1985 bei der Berufsfeuerwehr Chemnitz aufgebaut.
Nach der politischen Wende erfolgte eine Neustrukturierung mit Anpassung der Ausrüstung an aktuelle Erfordernisse, wobei sich die grundlegenden Techniken bis heute nur sehr gering geändert haben.

Diese Spezialeinheit setzt sich aus Angehörigen der Berufsfeuerwehr zusammen, welche eine zusätzliche Ausbildung erhalten und diese Tätigkeit dann freiwillig neben dem „normalen“ Feuerwehrdienst und einer eventuellen Rettungsdiensttätigkeit wahrnehmen.

Inhalt dieser Ausbildung ist der Umgang mit Geräten der Seil- und Industrieklettertechnik sowie spezieller Rettungsmethoden unter den Bedingungen eines Feuerwehr- oder Rettungseinsatzes. Ebenso gehören auch ein Höhentraining und der Erwerb besonderer medizinischer Kenntnisse dazu.

Die Berufsfeuerwehr Chemnitz bietet mit diesem speziellen Dienst auch den in mittelbarer Umgebung liegenden Gemeinden Hilfe auf dem Gebiet der Rettung aus Höhen und Tiefen an, sobald eine technische Hilfe mit Standardmitteln der Feuerwehr nicht mehr möglich ist.